#02 Was ist Der Sinn des Lebens?
Zusammenfassung
Was ist der Sinn des Lebens? Das ist die wahrscheinlich bekannteste und schwierigste Frage der Philosophie. Vor allem, weil wir Gott und andere äußere Sinnstiftungen nicht wirklich beweisen können. Der Philosoph Jean-Paul Sartre sagt deshalb, dass der Mensch eigentlich ein sinnloses Leben hat. Zumindest, wenn er nichts daraus macht: Denn wir sind in der Lage, uns einen Sinn zu geben. Das müssen wir sogar: Jeder Wille wird zu einer Sinngebung, einer Zielsetzung. Und doch bleibt nie etwas, wie es ist. Wir ändern uns, unser Wille ändert sich, der Sinn ändert sich. Und eines Tages sind wir tot, und können das nicht mehr aufrechterhalten. Da geht unser Sinn. Aber ist das eine schlechte Sache? Und wie genau funktioniert das?
Hallo zusammen und herzlich willkommen zur zweiten Folge meines kleinen Blogs!
Einleitung
Heute werde ich euch zum
ersten Mal mitnehmen in die Tiefen der Tunnel zu einer Frage, wie sie sich
wahrscheinlich schon so Einiger gestellt hat: Was ist der Sinn des Lebens? Die
Grundfrage, die die Philosophie für so viele Menschen ausmacht. Und
wahrscheinlich auch die Frage, die die meisten Leute fürchten, da sie
normalerweise mit negativen Gefühlen verbunden ist.
Als ich angefangen habe,
mich mit dieser Frage zu beschäftigen und meine ersten Zettel an meine Wand
gehängt habe, musste ich immer wieder beteuern, dass mit mir alles in Ordnung
ist. Jeder scheint anzunehmen, dass sich nur jemand diese Frage stellt, der
gerade eine schwere Zeit durchmacht. Offenbar sucht man nur dann nach dem Sinn
des Lebens, wenn man selbst keinen mehr sieht. Und ich verstehe dieses
Vorurteil, weil es plausibel klingt. Doch ich bin Philosophiestudent. Ich bin
nicht hier, um zu trauern oder einen abwesenden Sinn des Lebens zu predigen,
ohne wenigstens einmal nachgeschaut zu haben.
Denn auch das ist es, was man
überall hört: „Das Leben ergibt keinen Sinn. Versuch nicht, darüber
nachzudenken.“ Deprimierend, nicht wahr? Philosophie ist eine Wissenschaft und
genau das soll sie tun: Wissen schaffen. Also gewinnen wir überhaupt nichts
dadurch, über etwas nicht nachzudenken, nicht wahr? Und selbst wenn es sich
herausstellen sollte, dass das Leben tatsächlich keinen Sinn ergibt, heißt das
doch noch nichts! Denn ob das gut oder schlecht ist, haben wir auch noch nicht
untersucht! Ich habe euch bereits erzählt, dass ich eine Antwort gefunden habe,
die mich zufriedenstellt. Das muss natürlich nicht heißen, dass es die einzige ist: Wie das in der Philosophie immer so ist, führen viele Wege ans Ziel. Dieses Ziel ist für mich aber die Erkenntnis und die lässt sich mit jeder Forschung erreichen, solange man nur dranbleibt. Also lasst uns nicht
irgendwelche Vorurteile unsere Suche überschatten und legen wir direkt los.
Die Frage nach dem Sinn
des Lebens ist genau so ein Fall, den ich bei der letzten Folge angesprochen
habe: Hier habe ich mich komplett ins kalte Wasser gestürzt, bin ohne Fackel in
den Tunnel gegangen, doch natürlich nicht allzu tief.
Da ich nicht wusste, wo
ich sonst anfangen sollte, habe ich mir zuerst die Worte der Frage einzeln
angeschaut: „Was ist der Sinn des Lebens?“ Nun, die naheliegende Frage wäre
hier wahrscheinlich: „Was ist ein Sinn?“ Also was ist denn ein Sinn? Sinn
scheint in der Alltagssprache immer ein Nutzen für irgendwen zu sein, eine
gewisse Art von Aufgabe. Oft fragt man ja „Was ist der Sinn davon und hiervon?“
und das heißt im Grunde: „Wozu ist das hier von Nutzen? Was für eine Aufgabe
muss es verrichten?“ Auch ist das Wort offenbar mit dem Guten verbunden,
zumindest hat es immer eine gute Konnotation, wenn man von etwas „Sinnhaftem“
redet. So weit, so gut. Keine Sorge, ich werde euch nicht mit Sprachphilosophie,
bzw. generellen Sprachwissenschaften weiter langweilen, aber in der Philosophie
ist es sehr wichtig, dass man jeden Stein einzeln sorgfältig umdreht. Also, was
machen wir jetzt damit? Ich habe gesagt, Sinn scheint ein Nutzen zu sein. Aber
für wen eigentlich? Und von wem? Was hat es damit auf sich?
Eine ungefähre Annäherung
An dieser Stelle ist es
immer eine gute Idee, eine Praxis zu benutzen, wie sie in der Philosophie sehr
gebräuchlich ist: Eine Analogie. Momentan haben wir nicht viel mehr als einige Worte, die zum Sinn passen, aber noch keinen Rahmen dafür. Nun ist das Leben
des Menschen ein sehr komplexer Fall, deswegen lassen wir das erst einmal
außen vor. Was haltet ihr von einem einfacheren Beispiel? Ich sage, wir üben
uns am Tisch.
Wenn ich euch fragen würde: „Was ist der Sinn eines Tisches?“,
was würdet ihr antworten? Nun, wahrscheinlich so etwas wie: „Der Sinn eines
Tisches ist es, daran zu sitzen.“ oder „...daran zu arbeiten.“ oder meinetwegen
„...darauf zu stehen, darunter zu liegen oder ihn aus dem Fenster zu werfen.“
Vielleicht bleiben wir erst einmal beim ersten Fall. An einem Tisch zu sitzen
ist ein Nutzen, den dieser Tisch in dem Moment hervorbringt, in dem jemand an
ihm sitzt. Daher kommt also offenbar diese Verbindung zwischen dem Sinn und dem
Nutzen.
Nun zu unseren Fragen: Für wen bringt dieser Tisch diesen Nutzen
hervor? Für Studenten, die arbeiten wollen? Für hungrige Leute, die essen
wollen? Ja und nein: Es ist sehr viel simpler. Der Tisch bringt der Person Sinn
hervor, die ihn in diesem spezifischen Moment benutzt, indem sie zum Beispiel an ihm sitzt.
Und der Nutzen kommt dann natürlich entsprechend vom Tisch. Nun, wo kommt jetzt
das Gute ins Spiel? Ganz einfach: ein Tisch, der tut, was er soll, ist gut,
nicht wahr? Er bringt ein gewisses Gut in diese Welt. Und dieses Gut ist, dass
er in unserem Beispiel einer Person beim Arbeiten hilft. Vielleicht schreibt
sie eine Doktorarbeit an diesem Tisch oder ein Buch? Dabei ist ein guter Tisch
sicher ebenso sinnvoll wie nützlich wie gut. Dieses Gedankenspiel funktioniert
auch umgekehrt. Wenn der Tisch ein Bein verliert und umkippt, sodass man nicht
mehr darauf arbeiten kann, würde man sicher sagen: „Wo ist jetzt noch der Sinn
dieses Tisches?“ oder auch bestimmter: „Dieser Tisch ergibt keinen Sinn mehr!“ Oder man fragt eben: „Wozu ist dieser Tisch noch gut?“, was im Grunde heißt:
„Wie kann dieser Tisch jetzt noch Gutes in die Welt bringen?“
Dabei kann der
Tisch, wenn er funktioniert, natürlich vielen Personen zugleich einen Sinn
bringen. Denken wir an den Schreiner, der ihn gebaut hat und offenbar verkaufen
konnte. Vielleicht ist einmal etwas kaputtgegangen und jemand hat es gegen Geld
repariert. Deshalb hat dieser Tisch verschiedene Sinne, die er bringt. Ich habe
sie in Primär- und Sekundärsinne eingeteilt. Warum? Weil es eine gewisse
Hierarchie in diesem System zu geben scheint. Der Primärsinn des Tisches ist
der, den er dem hervorbringt, der daran sitzt. Aber diese Person würde nicht
daran sitzen, wenn dieser Sinn nicht hervorgebracht werden würde. Keiner kann
an einem kaputten Tisch sitzen und ein schlechter Tisch ist auch unangenehm. Aber wenn diese Person nicht daran sitzt, kauft sie ihn wahrscheinlich auch
nicht. Und dann bringt der Tisch dem Erbauer auch keinen Nutzen und der
Handwerker wird auch nie kommen können, um ihn zu reparieren. Diese Sinne sind
Sekundärsinne, die dann hinzukommen, wenn der Primärsinn erfüllt ist.
Der Sinn des menschlichen Lebens?
Jetzt habe ich viel über
Tische gesprochen, aber was euch eigentlich interessiert, ist natürlich das
menschliche Leben, nicht wahr? Auch muss ich zugeben, dass es etwas kompliziert
geworden ist mit dem Primär- und Sekundärsinn. Aber seid ihr noch an Bord? Sehr
gut, dann sehen wir doch einmal, ob sich dieser Gedanke übertragen lässt. Ersetzen
wir in unserem Beispiel nun den Tisch durch das Leben als Sinnbringer, erhält
man Folgendes: Der Sinn des menschlichen Lebens ist es, dem Benutzer einen
möglichst hohen Nutzen zu bringen. Nun und wer ist denn der Benutzer unseres
Lebens? Wir sind es selbst! Zumindest in den besten Fällen. Das heißt,
jeder Mensch soll sich selbst das größte Gut hervorbringen und darin liegt
sein Sinn. Wie kriege ich hier jetzt das System des Primär- und Sekundärsinns
unter? Ganz einfach: Unser Nutzen scheint der Primärsinn des Lebens zu sein und
dann denkt an alle, denen ihr sonst noch nützt. Freunde, die eure Gesellschaft
genießen, Familie, die euch gern bei sich hat. Was ist mit dem Staat, an den
ihr entweder jetzt schon oder später hoffentlich Steuern zahlt? Und so viele
Andere.
Und jetzt stellt euch vor, euch ginge es nicht gut. Ihr seid krank, habt
ein gebrochenes Bein und liegt einige Wochen flach. Oder ihr entscheidet euch
dagegen, den Primärsinn für euch selbst auszuführen und nur noch Sekundärsinn
mit eurem Leben zu leisten. Dann bringt ihr euch immer weniger Gut hervor und
darunter leidet auch eure Fähigkeit, anderen Menschen Gutes hervorzubringen.
Stellt es euch vor wie beim Arzt: Erwartet ihr wirklich, viel Hilfe von einem
Chirurgen zu bekommen, der seit Wochen neben euch in der Intensivstation liegt?
Wohl eher nicht. Euer Sekundärsinn wie
der Primärsinn immer weiter absinken, und dann wäre irgendwann nichts mehr übrig.
Ja, es mag heftig
klingen, aber nach dieser Theorie ergibt das Leben einer Person, die weder sich
selbst noch anderen Nutzen hervorbringt, keinen Sinn. Doch denkt ein bisschen
darüber nach: Gibt es irgendeinen Moment im Leben, in dem man wirklich
niemandem nützt, nichtmal sich selbst? Das ist logisch gesehen unmöglich, denn
selbst Atmung ist ein Sinn, den man sich selbst bringt. Ein Mensch, der
niemandem einen Sinn bringt, wäre ein toter Mensch. Und selbst dieser kann für
gute Erinnerungen sorgen. Nach dieser Theorie kann ich euch also alle
beruhigen: Keiner, der hier zuhört, hat ein sinnloses Leben.
Wie erreicht man das Gute?
Nun, so weit so gut. Ich
bin mir sicher, ihr wisst alle, wie man atmet und braucht in dieser Hinsicht
keinen Rat von mir. Aber wie bringt man sich selbst tatsächlich und bewusst
etwas Gutes hervor? Wo fängt man da an? Ich werde auf diese Frage hier nur sehr
generell antworten, weil das nicht das Thema ist. Aber vielleicht kann ich das
in einer anderen Folge einmal etwas aufdröseln. (Das tue ich inzwischen tatsächlich in der 19. Folge: ,,Was ist ein gutes Leben?") Wie erreichen wir das Gute?
Nun, das genau ist der Punkt: Wir müssen es erreichen. Wir brauchen ein Ziel,
das uns irgendwo hinbringt, wo uns Gutes hervorgebracht wird. Wenn man Hunger
hat, will man unbedingt etwas essen, nicht wahr? Dieses Essen ist dann das Ziel
und das Gute, das man erreichen will. Dieses „Ziel“ scheint also der Schlüssel
zu sein. Man braucht immer einen Plan, eine Richtung, eine Strebung. „Was will
ich?“ ist eine Frage, die man sich manchmal häufiger stellen sollte. Denn wo
soll das Gute herkommen, wenn ich mir kein Ziel setze und darauf hinarbeite?
Der Schlüssel zu einem sinnhaften und guten Leben ist es also, immer eine
ungefähre Idee von dem zu haben, wo man hinwill. Ein bestimmtes Ziel, etwas,
was man haben will. Dass man es dann noch erreichen muss, steht natürlich außer
Frage. Doch so viel dazu.
Probleme
Nun, was halten wir von
dieser Theorie? Mir hat sie extrem gut gefallen und lange habe ich an dieser
Stelle aufhören wollen mit meiner Überlegung. Ich war davon überzeugt, des
Rätsels Lösung gefunden zu haben! Doch dann sind mir leider einige Logikfehler
aufgefallen. Wie gesagt, das war eine Theorie, die nur aus meinem eigenen Kopf stammt. Deshalb wäre es schwierig anzunehmen, dass sie keine Fehler hat. Die größte
Unstimmigkeit ist, dass ich Menschen mit Tischen verglichen habe. Warum ist das problematisch?
Menschliches Leben ist nicht dasselbe wie die Existenz eines Tisches. Und es ist sogar auf
fatale Weise unterschiedlich: Sehr ihr, der Tisch hat den Sinn, dass man sich
dransetzen kann und draufsitzt und so weiter. Aber warum hat er den denn? Na
wegen uns, nicht wahr? Denn wir waren es, die irgendwann die Notwendigkeit
gesehen haben, ein Stück Holz so zu formen, dass man sich daraufsetzen kann.
Doch wir wurden nicht auf dieselbe Weise geformt und mit einem gewissen Zweck
ins Leben gesetzt. Zumindest, wenn man nicht in die theologische Richtung gehen
will, was ich auch nicht tun werde. Das heißt aber, dass ich jetzt, nachdem ich
den Sinn definiert habe, auch das Leben, besonders das menschliche definieren muss, um zu einer Lösung zu kommen. Was ist „Sein“? Und an dieser
Stelle muss ich zugeben, dass diese weitere große Frage meine Fähigkeiten bei
weitem überstiegen hat. Daher bin ich zur Bücherei gegangen und habe Jean-Paul
Sartres „Das Sein und das Nichts“ ausgeliehen. Sartre war ein französischer
Philosoph aus dem 20. Jahrhundert, den man vielleicht von dem Ausspruch „Wir
sind dazu verurteilt, frei zu sein“ kennt. Die folgenden Ausführungen kommen
aus diesem Buch.
Das Sein für-sich
Jean Paul Sartre teilt
das Sein auf der Welt in zwei grundlegende Kategorien ein: Das Sein für-sich
und das Sein an-sich. Ich werde damit anfangen, euch vom Sein für-sich zu
erzählen, denn das ist es, was Sartre als das menschliche ansieht. Das
Sein für-sich ist eine instabile Seinsart. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass
sie stark durch die Zeitlichkeit beeinflusst und verändert wird. Außerdem ist
sie selbst-reflexiv und sinnstiftend. Nun, was heißt das?
Der Mensch ist das
einzige Wesen auf der Welt, das über sich selbst reflektieren kann. Das gibt
ihm die Fähigkeit, sich selbst und seinem Leben einen Sinn zu geben, wie ich es
vorhin getan habe. Aber man verändert sich als Mensch auch stetig. Alte
Sinnstiftungen bleiben nicht bestehen, sondern werden von neuen mit neuen
Erfahrungen überschrieben. Das menschliche Leben ist nach Sartre eine einzige
Serie aus Sinnstiftungen, die immer wieder verworfen werden. Denn man
betrachtet immer wieder die eigene Vergangenheit, wenn man seinem Leben einen
Sinn gibt. Alles, was man bisher getan hat, hat dazu geführt, dass man jetzt
der ist, der man ist und das tut, was man tut. Jedoch ändert man sich ständig,
sodass es immer einen neuen Sinn gibt. Der Treiber für diese Sinnstiftung ist der eigene Wille, der ziemlich wandelbar ist. Der einzige Grund, weshalb das irgendwann
aufhört und das Leben keinen letzten Sinn hat, ist der Tod. Wenn man tot ist,
kann man dem eigenen Leben keinen Sinn mehr geben und hat auch keine Zukunft
mehr, auf die man die eigene Vergangenheit ausrichten kann. Aber auch der
letzte Sinn, den man sich in seinem Leben gegeben hat, ist nicht der Sinn des
Lebens. So wie alle anderen davor hätte sich diese Sinnstiftung auch geändert, wenn man nicht gestorben wäre. Der
Wille ist etwas, das im Tod nicht existieren kann und der Mensch denkt nur in
Kategorien des Willens, also des Lebens.
Die Lebensentwürfe
Ich denke, es ist Zeit
für ein weiteres Beispiel, denn es wird wieder etwas kompliziert. Ich stelle
euch den Sinnkreislauf des Menschen an meinem eigenen Leben dar. Natürlich
etwas vereinfacht, dass es auch anschaulich wird. Also: Mit 7 Jahren wollte ich
Paläontologe werden. Wir nehmen das als meinen ersten Entwurf. Um ehrlich zu sein,
kann ich euch kaum etwas darüber erzählen, was Paläontologen eigentlich alles
machen, weil das seit diesen 13 Jahren nicht mehr mein Fachgebiet ist. Aber
damals dachte ich zumindest, das wären die Leute, die Dinosaurierknochen
ausgraben. Und das stimmt ja im Großen und Ganzen auch. Das war es also, was ich
machen wollte: Ich fand Dinosaurier cool und im Sand buddeln mochte ich auch,
ich hatte also alles, was man braucht. Es war ein Entwurf meiner Vergangenheit
auf meine Zukunft, denn er hat sich aus Sachen zusammengesetzt hat, die ich früher
schon cool fand, einem Willen und einem Vorhaben für die Zukunft daraus. Und
ich war überzeugt davon, sofort anzufangen, sobald ich einmal die Schule durch
haben würde. Daher habe ich mir zur Vorbereitung viele Bilder von Dinos im
Internet angeschaut und einige Artikel auf Wikipedia durchgelesen.
Nun, wie ihr
euch sicher vorstellen könnt, ist das aber nicht passiert. Denn was ist
dazwischengekommen? Ich habe mich verändert, habe neue Erfahrungen gemacht und
neue Fähigkeiten und Vorlieben entwickelt. Dann, mit 18, habe ich beschlossen,
Philosophie studieren zu wollen. Der Einfachheit halber lasse ich die Jahre
davor mal weg, aber natürlich habe ich nicht über 10 Jahre noch an dem Wunsch
des Paläontologen festgehalten. Aber mit diesem Schritt war die erste
Sinnstiftung dahin und auch alles, was ich für sie getan hatte, sinnlos. Diese
Dinosaurierbilder angeschaut zu haben, hat mich keinen Schritt weiter zu dem
Ziel gebracht, Paläontologe zu werden! Jetzt werdet ihr sicher sagen; „Ja das
jetzt nicht, aber das hat dir doch eine schöne Kindheit beschert, und den Weg
geebnet, dass du deine Vorlieben weiter entwickeln konntest. Es war also nicht
sinnlos.“ Nun, was soll ich sagen, ihr habt recht. Das war nicht komplett
sinnlos, es war sogar wahrscheinlich sehr gut, dass ich das gemacht hab. Aber
merkt ihr was?
Wir befinden uns hiermit bereits tief in meiner Sinnstiftung von
heute! Natürlich lege ich die Spielereien von früher darauf aus, dass sie
den Weg zur Philosophie geebnet haben, weil es das ist, was ich gerade mache
und machen will. Doch stellt euch einmal vor, ich würde in der Vergangenheit
zurückreisen und mich selbst mit 7 Jahren besuchen. Ich würde hingehen und
sagen: „Hi, ich bin du, nur in über 10 Jahren, also deutlich schlauer. Nur zur
Info, ich bin nicht Paläontologe geworden, das ist mega der dumme Beruf. Aber
mach mal trotzdem weiter mit den Dinobildern, das hilft mir, meine eigentlichen
Interessen zu entwickeln. Gut, das wars auch schon, viel Spaß noch, Loser.“ Das
funktioniert so doch nicht. Also abgesehen davon, dass mein junges Ich
wahrscheinlich eine Reihe an Reaktionen durchmachen würde, würde es doch nicht
plötzlich auch das Interesse an Dinosauriern verlieren! Sollte das Ich die Reife besitzen, das Interesse zu verlieren, sie aber trotzdem weiter
anzuschauen, um irgendwann Philosophie zu machen? Nein, wozu denn? Von seiner Sinnstiftung aus ist
das jetzt sinnlos geworden. Oder stellt euch vor, ich schmeiße irgendwann
Philosophie hin und werde Mechatroniker. Was soll ich dann mit meinem Latinum?
Ist doch komplett dumm, dass ich das vor einem Jahr gemacht habe, nicht wahr?
Aber nur weil es die Möglichkeit gibt, dass das passiert, werde ich doch nicht
die Philosophie uninteressant finden, auch nicht, wenn ich das wüsste.
Sartre
hat einen interessanten Satz zu der Sinnstiftung gesagt: „Man hat stetig Angst,
von der Vergangenheit genötigt und der Zukunft verraten zu werden.“ Und quasi
hat er recht damit. Wenn ihr es euch recht bedenkt: Woher wisst ihr, dass ihr
das alles, was euch gerade so wichtig ist, nicht nur macht, um dann am Ende ein
ganz anderes Ziel zu verfolgen? Könnt ihr euch sicher sein, dass euer
anstrengendes Studium am Ende nicht einfach nur alberner Zeitvertreib gewesen
sein wird? Dann würde eure Zukunft euch quasi verraten, oder? Aber will ich
mich von meiner Vergangenheit nötigen lassen und Paläontologe werden, nur weil
ich das damals unbedingt wollte und mit der jetzigen Entwicklung nicht
zufrieden wäre? Nein, auf keinen Fall! Ich bin doch ein freier Mensch!
Die Freiheit
Und da ist sie: Die
Freiheit. Seht ihr, die Freiheit ist der Schlüssel zu allem. Ich erinnere euch
an den Satz von Sartre: „Wir sind dazu verurteilt, frei zu sein.“ Komisch,
nicht wahr? Eigentlich ist Freiheit doch etwas, was wir alle anstreben! Wieso soll sie dann schlecht sein? Man wird ja wohl nicht zu etwas Gutem
verurteilt. Aber vielleicht versteht ihr jetzt etwas besser, was die Zwickmühle
der Freiheit ist. Und wie immer wir sie finden mögen: Wir haben keine Wahl. Wir
können gar nicht anders, als frei zu sein. Der Mensch ist nach Sartre seiner
Wesensbestimmung nach frei und kann nicht anders existieren. Versteht mich
nicht falsch, ich sage nicht, dass jeder Mensch politisch frei ist oder
wirtschaftlich. Es gibt viele arme Menschen, denen das Geld fehlt, sich das zu
kaufen, was sie wollen. Oder ihre Meinung wird unterdrückt und sie können sich
nicht frei äußern. Diese Menschen würde man nicht als „frei“ bezeichnen.
Doch
Sartre schon, denn er redet nicht von der Handlungsfreiheit, sondern von der
Freiheit zu denken. Der Freiheit, einen eigenen Lebensentwurf zu erstellen und
seinem Leben einen eigenen Sinn zu geben, denn das ist es, was einem keiner
nehmen kann. Wir sind alle dazu verurteilt, aus unserer Vergangenheit einen
Plan zu entwerfen, was wir für unsere Zukunft wollen. Und wir müssen diesen
Prozess immer wieder wiederholen, weil es immer etwas Neues zur Auswahl gibt, Veränderungen und neue Zugänge. Das Ironische an der Wahlfreiheit
ist, ist das sie nicht frei ist: man muss etwas wählen und auch nichts zu tun ist
eine Wahl.
Das Sein an-sich
Nun gut, jetzt haben wir
unser Sein für-sich: Instabil, zeitlich beeinflusst, reflexiv, sinnstiftend. Aber
was ist mit dem Sein an-sich? Da das Für-sich das menschliche Leben ist, könnt
ihr euch sicher vorstellen, was das Sein an-sich sein wird, oder? Richtig, das
sind die von uns besprochenen Gegenstände, wie der Tisch. Denn diese fallen in
eben die Seinskategorie, die dem Menschen entgegengesetzt ist. Ein wirklich
schwerer Fehler also, die beiden Existenzen so ohne weiteres in einen Topf zu
werfen. Doch was hat Sartre über das An-sich zu sagen? Nun, da es dem Für-sich
entgegensteht, ist es eben nicht durch die Zeit beeinflusst. Es ist vielmehr
ein konstantes Sein. Das Sein an-sich ist nicht reflexiv und kann auch nicht selbst Sinn
stiften. Daher ist es auch nicht frei, sondern an einen Sinn gebunden, der ihm
gegeben werden muss. Wir Menschen gaben dem Tisch zum Beispiel den Sinn, daran
zu sitzen. Wir können das sicher irgendwann auch ändern, wenn wir nicht mehr
sitzen wollen, doch der Tisch kann das nicht. Er kann nicht über seine
Situation nachdenken und sich wünschen, er könnte etwas anderes sein.
Der Wunsch nach Konstanz
Und jetzt kommt das
Ironische: Das Sein an-sich, die Existenz als Tisch, diese unfreie Neutralität, ist eine Seinsart, die der Mensch seit jeher
anstrebt! Warum? Ganz einfach. Aus demselben Grund, warum mein früheres Ich es
nicht mögen würde, dass ich Philosophie studiere und warum ich nicht wollen
würde, dass ich später diese Wissenschaft wieder hinter mir lasse. Erinnert
euch, wir wollen nicht von unserer Vergangenheit genötigt und der Zukunft
verraten werden! Von daher wollen wir zu jedem Augenblick das, was wir gerade
wollen, für immer wollen.
Ein ganz klassisches Beispiel dafür ist die Liebe.
Wenn man jemanden liebt, möchte man, dass das für immer so bleibt. Wieder hier
der Fall des/der Zeitreisenden: Stellt euch vor, ihr seid in einer Beziehung und
euer Ich aus der Zukunft kommt an und erzählt euch, dass sie auseinandergehen wird. Aber nicht wegen eurem:r Partner:in, sondern
wegen niemandem sonst als euch selbst! Ihr erfahrt, dass ihr in einem Jahr das
Interesse verloren haben werdet und es dann beendet. Was wohl jetzt in eurem
Kopf vorgeht? Denn noch seid ihr total verliebt und könnt euch das nicht
vorstellen. Und wollt ihr auch nicht, denn der Gedanke, von eurem:r Partner:in getrennt zu sein, macht euch traurig. Wie ironisch, nicht wahr? Denn
später, wenn ihr selbst die Beziehung beendet, werdet ihr froh sein, dass es
vorbei ist. Doch obwohl ihr das wisst, werdet ihr das nicht wahrhaben wollen
und nicht wollen, dass dieser Tag eintritt. Das ist der Reiz des An-sich:
Konstanz. Ihr habt etwas und seid glücklich damit, habt euren Sinn gefunden,
der für immer bei euch bleibt und euch ausmacht. Das Unendliche ist schon immer
eine Faszination für die Menschheit gewesen. Und so ein An-Sich wärt ihr gerne
in diesem Augenblick. Viel mehr sogar: Ihr verhaltet euch, als wärt ihr eins! Und
wenn dann das eine Jahr vorbeigegangen ist und ihr diese Beziehung beendet
habt, dann macht ihr genau dasselbe wieder: sich wünschen, so zu bleiben, wie
man jetzt ist.
Aber was soll man auch sonst machen? Alles sein lassen, weil man
irgendwann seine Meinung vielleicht ändert? Sartre sagt daher, dass der Mensch
sich ständig selbst belügt und vor der Wahrheit flieht, weil seine Freiheit ihm
Angst macht. Schaut euch in eurem Leben einmal um. Schaut euch eure Freunde an,
eure Familie, eure Vorgesetzten, die Leute auf der Straße: Sie alle sind
nach Sartre Menschen, die davonlaufen und sich hinter trügerischer Ewigkeit
verstecken.
Es tut mir leid, falls
das alles zu deprimierend geworden ist, doch in dieser Manier ist „Das Sein und
das Nichts“ auch geschrieben. Sartre hat mit seinem Buch einen großen Einfluss gehabt und bestimmt viele Menschen zum Verzweifeln
gebracht. Doch keine Sorge, ich verspreche euch hiermit ein Happy-End für
unseren Lebenssinn, ok? Ihr könnt mir ruhig glauben.
Die Moral
Etwas Aufmunterung
gefällig? Ihr erinnert euch ja sicher, dass ich vom Lebensentwurf geredet habe
und wie man immer zwischen Vergangenheit und Zukunft seine Ausrichtung ändert.
Nun das ist natürlich wahr, aber ihr dürft nicht denken, dass der Wille sich immer
ganz zufällig aus irgendwelchen Erfahrungen etwas herauspickt. Wir machen
nicht einfach irgendetwas in unserer Zukunft, sondern es hat schon alles eine
gewisse Struktur. Nach Sartre ist der Kern dieser Struktur unsere Moral, unsere
Werte.
Ich möchte euch ein anderes Beispiel präsentieren, das diesmal nicht
meinem Leben entspricht. Stellt euch vor, jemand ist von Grund auf ein guter
Mensch, der anderen helfen will. Jemand, der ganz einfach Spaß daran hat. Daher wird er Lehrer,
um Leute zu unterrichten. Und so hilft er lauter Schüler:innen, ihren Abschluss
zu bekommen und dann damit weiterzumachen, was sie wollen. Doch irgendwann
merkt diese Person vielleicht, dass der Beruf nichts für sie ist. Sagen wir, es
interessiert sie einfach nicht mehr so sehr. Klar will sie den Schüler:innen helfen,
aber so langsam will die Person einfach etwas anderes sehen. Also kündigt sie und
arbeitet mit Kindern in Afrika.
Merkt ihr was? Das Studium für den Lehrerberuf
war vielleicht tatsächlich etwas umsonst, zumindest von der letzten
Sinnstiftung her, doch dieser Mensch hilft immer noch anderen. Und das ist das große
Ziel, das er sich gleich zu Anfang gesetzt hat. Seine Werte sind für
ihn ein bisschen wie ein kleines Stück An-sich, ein bisschen Festigkeit. Und
egal, ob er das Helfen in Afrika wieder abbricht und stattdessen Politiker:in oder Polizist:in wird, er weiß immer, dass er sich darauf verlassen kann, immer
Menschen helfen zu wollen. Und Sartre sagt, dass das einer der wichtigen Gründe
ist, weshalb wir so eisern an unserer Moral und unseren Werten festhalten: Für
uns selbst.
Der Wunsch nach Freiheit
Jetzt macht euch bereit
für eine weitere Überraschung: Obwohl wir immer für das An-Sich kämpfen und es
immer wieder herbeisehnen, wehren wir uns furchtbar, wenn wir es einmal haben.
Ihr glaubt mir nicht? Dann lasst uns doch einmal mit Sartre einen Blick auf
unsere Gesellschaft werfen. Es tobt nämlich ein Kampf um die Freiheit. Ja,
jetzt gerade! Und das seit dem Bestehen der Menschheit, bis sie aufhört zu
existieren. Wie kann man sich das vorstellen?
Nun, jeder Mensch, der durch die Welt geht, ist ein Für sich, also begegnen sich in
einer Gesellschaft sehr viele davon. Doch man kennt nur die eigene
unbegrenzte Freiheit und sieht die Welt als eine Reihe von An-Sichs, denen man einen eigenen persönlichen Sinn geben kann. Das klingt ziemlich böse und berechnend? Es ist tatsächlich sehr viel unbewusster
und normaler, als ihr vielleicht denken würdet. Schaut doch einmal auf euer
Handy und eure Kontakte. Wofür schreibt ihr wem? Habt ihr nicht eine gewisse
Anzahl an Leuten, denen ihr schreibt, wenn ihr reden wollt, andere zum Saufen
und andere zum Lernen? Klar, es kann sich auch überlappen, aber habt ihr nicht
bei jedem Menschen eine ungefähre Vorstellung davon, wie er euch nützen kann?
Ein bisschen wie ein Regal, aus dem man das Werkzeug herausnimmt, das man
gerade braucht. Ihr müsst euch nicht schämen, denn das machen alle. Jede:r verdinglicht sich gegenseitig zu einem gewissen Grad. Die vollständige
Verdinglichung voneinander haben wir irgendwann mit Gesetzen abgeschafft, das wären solche Dinge wie Sklaverei und Leibeigenschaft.
Und
das ist eben der Kampf: Jede:r versucht instinktiv, die Grenzen der eigenen Freiheit
so sehr auszuweiten wie möglich. Das schränkt aber natürlich all die andere Leute ein, die deshalb wiederum ihre eigene Freiheit präsentieren. Niemand will in Schubladen gesteckt werden
und doch befinden wir uns alle in Werkzeugkästen und werden
zur entsprechenden Zeit aktiviert.
Doch warum tun wir das? Das wäre doch ein
perfektes An-Sich, oder? Ich muss mich um meinen Lebenssinn nicht kümmern,
sondern bekomme den von jemand anders zugeschrieben! Und ähnlich wie der Tisch
füge ich mich dem und sage nichts. Zu gefährlich für einen selbst, sagt ihr?
Nun dann eben bei einem Menschen, dem ihr vertraut, der euch nichts antun
würde. Auch nicht? Aha. Dem Menschen ist seine Freiheit extrem wichtig, das
sieht man auch bei deutlicheren Beispielen. Früher war es der König, der den
Leuten ihren Lebenssinn gegeben hat. Der eigene Sinn war es, dem König zu
dienen, so wie der Tisch dem dienen soll, der dransitzt. Und das musste nicht
immer elend bedeuten, es gab auch florierende Königtümer. Doch diese völlige
Einschränkung der Freiheit sieht man heute kaum noch. Auch gab es mal eine
Zeit, in der alle ihr Leben nach Gott ausrichten sollten, doch inzwischen gibt
es immer mehr Atheisten. Ich könnte immer weitere Beispiele heranholen, die
belegen, dass der Mensch seine Freiheit immer weiter ausdehnt, je mehr es geht.
Konklusion
Der Grund ist ganz
einfach und damit möchte ich zur Konklusion übergehen: Wir wollen keinen Sinn
in unserem Leben. Wir wollen niemanden von außen haben, der/die uns unsere
Sinnstiftungen vorschreibt. Denn wir sind keine Tische, wir können reflektieren
und die Freiheit, die damit kommt, ist Fluch und Segen zugleich. Egal, wie übel sie uns
manchmal mitspielt, wir halten eisern an ihr fest. Wenn Menschen sagen, dass
sie einen Sinn im Leben suchen, wollen sie niemanden, der ihnen etwas
vorschreibt. Nein, sie sind auf der Suche nach ihrem ganz eigenen Ziel, um mit
dem eigenen Willen glücklich zu werden. Das „Ziel“ erinnert euch an etwas,
nicht wahr? Ganz genau, meine alte Theorie. Nun, sie ist nicht ganz falsch:
Denn wir suchen immer nach einem Ziel, das uns ein Gut hervorbringen soll.
Jedoch tun wir das nicht, weil das unser Lebenssinn ist oder ein vorgegebenes
Ziel, sondern weil wir wollen.
Auch können wir gar nicht
anders, denn die Struktur unseres Für-Sichs erlaubt uns nicht, zu einem An-Sich
zu werden. Der Tisch ist nur deshalb gut darin, ein Tisch zu sein, weil er
nicht denken kann. Doch wir können das eben schon. Selbst wenn es jemanden gäbe, der uns die
Existenz Gottes beweisen könnte und auch einen Katalog dabeihätte, was der Herr
von uns will, könnten wir uns noch immer dagegen entscheiden, ihm folge zu
leisten. Und selbst wenn wir ihm folgen würden, hätten wir dabei immernoch unsere eigenen Ziele im Auge. Ich
will also ganz offen zu euch sein: Ich weiß nicht, ob euer Leben einen Sinn
hat. Ich weiß nicht, ob Gott existiert und euch einen gegeben hat. Aber es
spielt keine Rolle, denn zu Lebzeiten können wir ihn nicht aufnehmen. Und wir
sollten froh sein, dass das nicht geht. Ein sinnfreies Leben ist das beste
Leben, das es geben kann.
Das ist sie also, meine Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ungefähr fünf Monate habe ich daran gesessen und gearbeitet. Doch es hat sich gelohnt, wie ich finde, denn obwohl ich noch immer nicht weiß, was der Sinn des Lebens ist, bin ich durch eine Erkenntnis reicher geworden und kann meine Suche beenden. Übrigens gab es auch von Martin Heidegger ein sehr bekanntes Buch vor dem Sartres namens „Sein und Zeit“. Ebenfalls sehr interessant, aber ich habe mich für Sartre entschieden, weil Heidegger den Aspekt der Freiheit nicht so stark hervorhebt. Ansonsten sind beide Bücher recht ähnlich, weil Sartre sich stark hat inspirieren lassen. Heidegger benutzt aber zum Beispiel das Wort „Dasein“ für das Sein Für-Sich und „Existenz“ für das Sein An-Sich. Nun jedenfalls hoffe ich, dass diese kleine Reise euch gefallen hat und es war mir eine Freude, euch dabeigehabt zu haben.
Lasst gern einen Kommentar da, was ihr denkt! Wenn ihr übrigens gerne die Blogbeiträge in Audioform hören, mich erreichen oder mir vielleicht sogar eine kleine Spende dalassen wollt, findet ihr alle Links dazu in meinem Linktree.
Man hört sich sicher einmal wieder in den nächsten Folgen. Bis dahin noch einen schönen Tag!
Quellen
,,Das Sein und das Nichts" - Jean-Paul Sartre
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