#01 Warum philosophieren?
Hallo zusammen!
Darf ich vorstellen: Mein Blog namens „Philosophie für zwischendurch“! „Was ist der Sinn des Lebens?“ „Was ist ein guter Mensch?“ „Was wissen wir wirklich?“ Das sind alles ziemlich schwierige Fragen, nicht wahr? Und um ganz ehrlich mit euch zu sein: Eine einfach Antwort gibt es darauf wahrscheinlich auch nicht. Aber wenn ihr wollt, führe ich euch so weit, wie ich kann. Die Philosophie ist für mich immer wie eine Suche nach dem Ungewissen. Eine Expedition in eine dunkle Höhle, mit nur einer kleinen Fackel. Wenn euch das reizt, dann stöbert doch gerne einmal in meiner Blogreihe herum. Ich würde mich sehr freuen! Hi zusammen und herzlich willkommen zu meinem Blog über die Philosophie!
Hier möchte ich euch die Skripte der Folgen von ,,Philosophie für zwischendurch" zur Verfügung stellen, falls ihr sie lieber lesen als hören wollt. Im Großen und Ganzen werde ich die Sätze möglichst nah am Gesagten lassen, aber natürlich so umformulieren, dass sie sich gut lesen lassen. Ich hoffe, euch gefällt dieses kleine Angebot und Experiment meinerseits! Falls ihr doch lieber zu den Podcastfolgen wollt, dann folgt doch einfach diesem Link: https://linktr.ee/philosophie_fuer_zwischendurch
Das ist mein Linktree, auf dem ihr alle Plattformen findet, auf denen er läuft, alle Möglichkeiten, mich zu kontaktieren und auch die Möglichkeit, zu spenden.
Also, noch einmal hallo zusammen!
Ich bin Adrian, 20 Jahre alt, studiere gerade im 5. Semester Philosophie und würde euch gerne ein bisschen über dieses spannende Fach erzählen. Was ist der Sinn des Lebens? Was ist ein guter Mensch? Was wissen wir wirklich? Zugegeben, ich bin noch nicht weit genug, um auf diese großen Fragen eine Antwort zu haben. Vielleicht ist das noch niemand von uns. Aber ich kann euch gerne dazu erzählen, was ich weiß. Es ist inzwischen fast ein Jahr her, da habe ich mir diese Fragen auch gestellt und mich darin etwas verloren. Egal, wie lang ich die Worte in meinem Kopf hin und hergewälzt habe, ich bin einfach nicht weitergekommen. Und ich habe mich gefragt, wie das sein kann: Ein Philosophiestudent verzweifelt bei diesen Fragen, die ja gerade ein Vorzeigebeispiel der Philosophie sind? Wenn ihr an die Philosophie denkt, sind das sicher Fragen, die auch euch zuerst einfallen würden, nicht wahr? Also habe ich mir einen Ruck gegeben, habe mich mit Zetteln, Stiften und philosophischen Büchern bewaffnet und losgelegt. Mein kleines Studentenzimmer sah zwischendurch aus, als wäre ich durchgedreht und auch meine Mitbewohner fanden die vielen Zettel an meiner Wand äußerst komisch.
Aber für mich war es ein
Weg, mir die ganzen Ergebnisse vor Augen zu halten und zu erweitern. Viele
Nächte bin ich vor meiner Wand auf und abgegangen, habe meinen Stift
hochgeworfen und meistens wieder aufgefangen und nachgedacht. Denn jedes Mal,
wenn ich eine neue Erkenntnis hatte, hatte ich ein neues Problem, das damit
zusammenhing. Wahrscheinlich denkt ihr euch jetzt „Klar ist das so, so ist das
halt beim Philosophieren.“ Und wahrscheinlich habt ihr auch recht damit. Aber
glaubt es oder nicht, zu der Frage zum Sinn des Lebens habe ich tatsächlich
eine Antwort herausgearbeitet, die mich zufriedenstellt.
Aber zuerst möchte ich
euch gern etwas über die Philosophie an sich erzählen und wie ich überhaupt zu
ihr komme. Als ich in der Oberstufe war, hatte ich keine Ahnung, was ich nach
der Schule einmal machen wollen würde. Ich fand alle Fächer langweilig und habe
mich bislang eben, weil ich es musste, durchgeschlagen, aber ohne rechte
Motivation. Die ganzen Fragen und Probleme, die die dazugehörigen Wissenschaften
aufgeworfen haben, kamen mir einfach langweilig vor. Irgendwie schienen sie mir
alle nicht den Kern anzurühren, der tatsächlich entscheidend war. Ist es nicht
so, dass wir alle glücklich sein wollen? Wollen wir nicht alle ein gutes Leben?
Fragen wir uns nicht manchmal, was richtig und was falsch ist? Und verfangen
wir uns nicht manchmal in ewig langen Denkansätzen über die scheinbar
belanglosesten Dinge? Nun, ich jedenfalls und weder Deutsch noch Bio oder Mathe
hat mir da wirklich weitergeholfen. Dann kam das Fach Philosophie als wählbare
Option in der Oberstufe dazu und als ich meinen ersten Kurs dort besucht habe,
wusste ich sofort, dass es das ist, was ich später weitermachen will. Jetzt,
nach über zwei Jahren Philosophiestudium kann ich auch sagen, wieso:
Stellt euch vor, ihr lebt
in einer kleinen Höhle. Nein, keine Sorge, ich werde nicht das Höhlengleichnis
von Platon herauskramen, vielleicht einmal an anderer Stelle. Also, ihr seid in
dieser Höhle und es geht euch gut. Ihr habt genug zu Essen, ruhigen Schlaf,
seid geschützt vor wilden Tieren… Alles eben. Auch kennt ihr euch gut aus, ihr
habt die Tiere alle erforscht und wisst, wann sie einen in Ruhe lassen und wie
man ihnen aus dem Weg geht. Ihr kennt die Pflanzen und wisst, welche ihr essen
könnt und welche nicht. Ihr wisst also bestens über euren kleinen Ort bescheid und so kann es auch bleiben. Auch fehlt es euch nicht an Gesellschaft: Ich gebe
euch für da unten noch eine Stadt, was sagt ihr dazu? Und wenn ihr mir mit
Vitamin D-Mangel kommt: Meinetwegen habt ihr ein Loch in der Höhlendecke, durch
das Licht kommt. Und Strom und fließend Wasser natürlich auch. Alles eben, ihr lebt friedlich vor euch hin und es fehlt euch an nichts. Die Höhle gibt
euch, was ihr wollt. Und das ist völlig ok so! Ich kann verstehen, dann einfach
da bleiben und sein Leben leben zu wollen. Und wenn man sich die Welt so
anschaut, ist das genau das, was die meisten Menschen tun. Doch manchmal packt
es euch doch auch, mal zu sehen, wie die Welt draußen aussieht, nicht wahr? Es
führen viele kleine Tunnel in verschiedene Richtungen, doch sie sind so dunkel,
dass ihr euch nicht hineintraut. Nein, ihr könnt nicht einfach eine Taschenlampe benutzen, wenn ihr alles habt was ihr braucht und es euch anschauen. Das ist
ein philosophisches Beispiel, da geht das nicht. Also geht ihr nicht hinein.
Ein paarmal versucht ihr es, doch schon am Anfang droht ihr sehr schnell euch
zu verlaufen.
Und jetzt stellt euch die
Tunnel vor wie einen philosophischen Gedankengang: Ihr fragt euch „Was ist
eigentlich der Sinn des Lebens“? Dann „Ja aber was ist eigentlich Sinn? Und was
ist Leben?“ Da es niemanden gibt, der euch da so spontan antworten kann, macht
ihr weiter „Ist mein Leben sinnhaft? Lebe ich überhaupt? Was ist „Sein“
eigentlich? Wer bin ich eigentlich? Bin ich eigentlich überhaupt? Was ist der
Sinn des ganzen hier?“ Nun seht ihr, ich mag solche Gedankenspiele, ich habe
mich in der Vergangenheit wirklich oft in diese Tunnel gestürzt, als ob ich
klare Sicht hätte. Hatte ich aber natürlich nicht und ohne Antworten ist das
Spiel auch etwas unbefriedigend, daher kehrt man immer irgendwann zurück. Die
Philosophie ist aber eure Fackel und je mehr ihr euch mit ihr beschäftigt,
desto tiefer könnt ihr die Tunnel erkunden, bis ihr vielleicht sogar irgendwann
den sonnenbeschienenen Ausgang seht! Ich würde sagen, dass das noch niemand
geschafft hat, aber wer weiß! Deswegen ist Philosophieren für mich immer wie
ein Abenteuer, eine Entdeckungsjagd, bei der man am Ende nicht weiß, wo man
stehen wird. Und auf diese Reise würde ich euch gerne mitnehmen, wenn ihr sie
schon nicht aus erster Hand erfahren wollt.
Lasst gern einen Kommentar da, was ihr denkt! Wenn ihr übrigens gerne die Blogbeiträge in Audioform hören, mich erreichen oder mir vielleicht sogar eine kleine Spende dalassen wollt, findet ihr alle Links dazu in meinem Linktree.
Doch das erst in einer anderen Folge, in der ich euch über mein Projekt über den Sinn des Lebens erzählen will. Für jetzt heißt es erstmal „Bis zum nächsten Mal“ und ich hoffe, dass ich euer Interesse geweckt habe!
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